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Wußtet ihr eigentlich, dass der Verschönerungsverein einer der ältesten Vereine Göstlings ist? Er besteht schon seit dem Jahr 1886. Die Chronik wird ständig erweitert. Ein Großteil steht schon hier und der Rest wird noch zusammengetragen. Vor allem mit Fotos muss das Dokument noch ausgeschmückt werden.
Chronik des Verschönerungsvereines Göstling an der Ybbs Die Obmänner von 1887 bis 1987 Clemens Schneßl 1886 - 1930 Fritz Hofer 1913 - 1921 Otto Schmitt 1921 - 1925 Franz Bogner 1925 - 1926 Dr. Eduard Stepan 1926 - 1955 Alfred Senoner 1955 - 1971 Otto Schneßl 1971 - 1976 Ernst Zettel 1976 - 1996 Wurnig Sandra 1996 - 1999 Klapf Friederike 1999 - 2002 Blamauer Reinhold 2002 - 2008 Leichtfried Johann 2008 – Das Vorwort, damals geschrieben von Anton Berger, brachte die Sorge zum Ausdruck, dass der Fremdenverkehr immer mehr zurückgehe. Bereits vor der Gründung des Verschönerungsvereines gingen einige beherzte Männer unter der Führung von Clemens Schneßl daran, einen Plan zu entwickeln, um Göstling schöner zu gestalten, damit Sommerfrischler Erholung finden könnten. 1887 war es dann soweit, der Verschönerungsverein wurde gegründet. Der erste Obmann, Clemens Schneßl, begann mit seinen Mitarbeitern das geplante Erholungsgebiet am rechten Ybbsufer zu erschließen, und zwar durch die Errichtung eines Steges über die Ybbs, die Rodung der Au und die Gestaltung einer Parkanlage. Ein Flussfreibad wurde errichtet und eine Badehütte mit Kabinen gebaut. Durch Hochwasser wurden allerdings viele Jahre hindurch die Anlagen immer wieder verwüstet, zum Teil auch weggerissen. 1900 hat eine Windbraut den Parksteg weggefegt. Bereits 1891 wurde im „Wiener Tagblatt“ eine Werbeeinschaltung gebracht, es kamen auch einige Gäste aus Wien auf Urlaub, Daraufhin probierte der Verein auch in einer deutschen Zeitung eine Einschaltung, diese blieb aber leider ohne Erfolg. Da der Verein auch für neue Entwicklungen sehr aufgeschlossen war, kaufte er 1897 die erste Straßenlaterne für Göstling, worauf Bürgermeister Fritz Hofer sich angesprochen fühlte und seitens der Gemeinde vier weitere Laternen anschaffte. Um den Verein eine finanzielle Grundlage zu sichern, wurde zweimal jährlich ein Parkfest veranstaltet. Ebenso wurde am Pfarrerboden jedes Jahr mit großem Erfolg ein Waldfest abgehalten. Diese neu geschaffenen Erholungseinrichtungen waren den Bürgern und Geschäftsleuten damals schon sehr wichtig, dass sie nie den Mut verloren und bei den Hochwasserverwüstungen trotz hoher Kosten den Wiederaufbau tätigten. Als am 15.8.1899 ein großes Hochwasser wieder alles verwüstete und den Ybbssteg wegschwemmte, bekam der Verein den Spitznamen „Stegverein“. In den nächsten Jahren wurde der Marienweg angelegt und der Wanderweg auf den Pfarrerboden errichtet. 1901 kam es zum Bau der Bahnhofspromenade und zur Aufstellung von Ruhebänken. Über die Badegebühren gab es immer wieder Diskussionen, denn die Ausgaben betrugen das Doppelte der Einnahmen. 1904 errichtete der Verein eine Aussichtswarte am Rosensteinhügel. Am 28.1.1905 beschloss der Vorstand, 1000 Prospekte für die Fremdenverkehrswerbung anzuschaffen, der Jurist Stepan brachte davon viele in Wien zur Verteilung, so dass wieder neue Gäste gewonnen werden konnten. Im selben Jahr besuchte Wiens Bürgermeister Lueger anlässlich einer Inspektionsreise Göstling. Tüchtige Funktionäre verstanden es, ihm eine Spendenliste zu überreichen, womit sich die Vereinskasse wieder füllte. Eine Wetterstation wurde gekauft und am Hause Schneßl angebracht. Bis zum Hause Schmiedlehen wurde ein Promenadenweg angelegt. Schriftführer Bürgermeister Fritz Hofer schrieb im Protokoll der Jahreshauptversammlung am 2.5.1907 wörtlich: „Die Mitglieder haben 58 Kronen eingezahlt, immerhin eine kleine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, doch sollen diejenigen, welche den Hauptnutzen aus den Sommerfrischlern ziehen zur Einsicht langen, dass für sie ein Jahresbeitrag von 1 oder 2 Kronen doch etwas zu gering ist.“ Der Weg zu den Kogler- Wasserfällen wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Alpenverein, Sektion Ybbstal, im Jahre 1909 gebaut, ebenfalls gemeinsam ein Weg auf den Steinbachboden. Daneben führte der Verein Ausbesserungsarbeiten am Antonieweg durch. Ein neues Badehaus wurde 1912 fertig gestellt. Im Jahre 1914 leistete der Verschönerungsverein zur Errichtung der steinernen Schillerbank sowie für den Weg zur Theodor Körnereiche ein ¼ der Kosten. Die Sommersaison 1914 fing gut an, alle Wohnungen waren vermietet. Da traf wie ein Blitz aus heiterem Himmel die Nachricht vom Ausbruch des 1. Weltkrieges ein. Ein großer Teil unserer Sommerfrischler reiste sofort nach Wien zurück. 1915 wurde im Brauhaussaale ein Konzert abgehalten, wobei ein Wehrtisch enthüllt wurde. Die Einnahmen daraus sollten den Witwen und Waisen der gefallenen Krieger zugute kommen. Der Sinn und der Zweck bestanden darin, in die Tischfläche gegen eine entsprechende Spende einen Nagel einschlagen zu dürfen. Diese Spenden wurden an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Der Wehrtisch wurde allerdings nie fertig, wahrscheinlich gingen Geld und Patriotismus während der langen Kriegsjahre vorzeitig aus. Das Vereinsleben musste während des Krieges auf die notwendigsten Arbeiten und Ausgaben eingeschränkt werden. Sommergäste konnten wegen der schlechten Lebensmittelversorgung nicht aufgenommen werden. Es gab sogar einen Gemeinderatsbeschluss, dass wegen der schwierigen Lage keine Sommergäste aufgenommen werden dürfen. Im Herbst 1918 wurde der Waffenstillstand geschlossen, im Ort Göstling herrschte große Lebensmittelnot. Aber im Jahre 1919 setzte mit voller Kraft die Vereinsarbeit wieder ein. Der Parksteg und alle Erholungsanlagen wurden repariert und gewartet. Am 14.5.1919 gab es für die Vereinsmitglieder ein freudiges Ereignis: ihr verdienter Obmann Fritz Hofer heiratet in Krems Im Jahre 1921 wurde die Parkanlage für ein Arbeiterfest um 5000 Kronen vermietet,. Dort wurde sogar eine politische Rede gehalten. Der neue Obmann, Otto Schmitt, legte selbst Hand an und errichtete den Sonnenwendkogelweg. Die Geldentwertung nahm unfassbare Formen an. Ein Gschnasfest brachte 4.030.000.—Kronen an Reingewinn ein. 1924 musste der Parksteg wieder einmal neu gebaut werden. Nachstehend die Kosten und ihre Deckung:  In der Generalversammlung 1926 wurde Dr. Eduard Stepan zum neuen Obmann gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder waren, Obmannstellvertreter: Josef Gstaltner Schriftführer: Karl Eppensteiner Vorstandsmitglieder: Fritz Hofer Hironimus Kraft Josef Buder Otto Schmitt Willi Grasberger Mitglieder insgesamt: 27 Einzelpersonen 14 Familien Dr. Eduard Stepan entwickelte viele Ideen, die mit tatkräftiger Mithilfe der Bevölkerung verwirklicht wurden. Unter anderem beschloss der Vereinsvorstand die Errichtung eines Kriegerdenkmales. Dieses Denkmal wurde vom Bildhauer Richard Ruepp gestaltet und im Jahre 1932 feierlich aufgestellt. Bau einer Turn- und Festhalle, so lautet die Niederschrift der Bauverhandlung vom 3.7.1936. In nur einem Jahr Bauzeit gelang es dem Verschönerungsverein unter Führung von Ministerialrat Dr. Stepan, Fritz Hofer und Alfred Senoner, die Festhalle im Ausmaß von 17m x 8,2m zu errichten. Die feierliche Eröffnung dieses schönen Bauwerkes und des Sportplatzes konnte am 22.8.1937 vorgenommen werden. Dr. Stepan würdigte in seiner Festansprache die große Spendenfreudigkeit der Göstlinger Bevölkerung. Auch die am Bau beteiligten Firmen gaben trotz schwieriger Wirtschaftslage Preisnachlässe. Von 118 Personen wurden 3200 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. 70lfm Bauholz und 8,3m3 Schnittholz wurden gratis zur Verfügung gestellt. Die Volks- und Hauptschule schloss mit dem Verschönerungsverein einen Mietvertrag zur Benützung der Sportanlagen. Im Frühjahr 1945, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges zündeten deutsche Militärangehörige die mit Munition und Winterbekleidung voll gestopfte Turnhalle an. Durch die große Hitzeentwicklung brannte auch das Haus Scheuchel mitsamt dem Wirtschaftsgebäude vollständig nieder. Dr. Stepan und Bürgermeister Längauer führten bis 1949 zwecks Wiederaufbaus der Turnhalle immer wieder Verhandlungen mit der NÖ. Landesregierung. Der Geldmangel war jedoch in den Nachkriegsjahren so drastisch, dass keine Zuschüsse gewährt werden konnten. So resignierte der Verschönerungsverein und musste auf einen Wiederaufbau verzichten. Die Kosten hätten sich nämlich auf 90.702.—S belaufen. Die russische Besatzung zeigte auch in Göstling ihre Macht, Plünderungen und Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung. Beim Wiederaufbau des Hauses Scheuchel im Sommer 1945, /das Baumaterial konnte nur auf Bezugsschein eingekauft werden auch Lebensmittel, ein Sack Zement war Goldeswert), kam ein Russe mit einer Scheibtruhe über den Parksteg gefahren, ging in die Bauhütte und lud einen Sack Zement auf. Der Bauherr, Adolf Scheuchel, zeigte keine Angst und versetzte dem Russen eine saftige Ohrfeige, worauf dieser flüchtete. Eine halbe Stunde später kamen aber bereits drei russische Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett und verhafteten Herrn Scheuchel. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es einem Dolmetsch, Herrn Scheuchel wieder freizubekommen. Bereits Anfang der Fünfzigerjahre kamen schön langsam die Sommerfrischler nach Göstling zurück. Das Badehaus musste vergrößert werden, und der Verein beauftragte Zimmermeister Gusel, einen Zubau zu errichten. Der Kaufmann Alfred Senoner wurde 1955 zum Obmann, Ing. Franz Geischläger zum Obmannstellvertreter und Franz Haidsengst sowie Hans Prieler zum Kassier gewählt. Zu Ehren des langjährigen Obmannes Dr. Stepan wurde der Park „Dr.Eduard Stepan-Park“ benannt. Auf die neue Vereinsleitung wartete viel Arbeit. Alle Markierungen verlangten nach einem neuen Anstrich und Material für 40 Bänke und Tische musste gekauft werden. Die beliebten Parkfeste wurden wider veranstaltet. Durch die Erschließung des Hochkars für den Skisport stiegen die Nächtigungen bis auf 100.000 an. In Versammlungen wurde immer wieder angeregt, dass Göstling ein Hallenbad brauche um den Gästen auch bei Schlechtwetter etwas bieten zu können. Obmann Senoner dankte Bürgermeister Heigl für die Unterstützung der Gemeinde im Wegebau Gasthaus Gusel-Siedlung-Hinterleitner-Hochreithstraße. Der Neubau des Parksteges wurde mit großer Unterstützung seitens der Gemeinde 1970 in Angriff genommen. Am 15.8. 1971 wurde Otto Schneßl zu neuen Obmann gewählt und Alfred Senoner als Ehrenmitglied bestellt, Obmann Schneßl überreichte ihm als Dank einen silbernen Ring mit den Worten: „Silber bedeutet Reinheit“, Otto Schneßl veranlasste, dass Hauptschuldirektor Ressl einen Linolschnitt von Göstling anfertigte. Dieser wird noch heute für Gästeehrungen verwendet. Im Einvernehmen mit Frau Scheuchel führte der Verschönerungsverein einen Grundtausch durch und errichtete gemeinsam mit der Gemeinde einen Kinderspielplatz im Parkgelände. 1974 eröffnete Bürgermeister Heigl das neu errichtete Hallenfreibad, Das Ybbsbad hat nun Seine Bedeutung verloren. In der Generalversammlung 1975 wurde die Auflassung beschlossen. Otto Schneßl legte wegen beruflicher Überlastung die Funktion des Obmannes zurück, blieb aber erfreulicherweise im Vorstand des neuen Ausschusses, der am 20,2,1976 gewählt wurde. Der neue Obmann Ernst Zettel sah seine Aufgaben im Verein, Göstling noch etwas schöner zu gestalten, begann doch Anfangs der Siebzigerjahre die so genannte Wegwerfgesellschaft, ihre Blüten zu treiben. Es galt, die vielen Autowracks, die sich bei vielen Häusern angesammelt hatten, aber auch die wilden Mülldeponien zu beseitigen. Dem Wunsch unserer älteren Mitbürger und Sommergästen, im Ort einen weiteren ebenen Wanderweg vom Parksteg entlang der Ybbs anzulegen, wurde Dank der Mithilfe der Gemeinde und des Geistl. Rates Schauer nachgekommen. Bei einer Generalversammlung am 22. 02 1976 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Obmann: Vzbm. Ernst Zettel, Stellvertr.: Schneßl Otto und Putz Franz, Schriftführer: Wachsenegger Herta, Kassier: Anton Wachsenegger, Rechnungsprüfer: Ing. Johann Sauprigl und Osr. Friedrich Apeldauer, weitere Vorstandsmitglieder waren: Bgm. Peter Heigl, Alfred Senoner, Wilhelm Schörgmeier, Ing. Viktor Gusel, Franz Lengauer, Anton Buder, Insp. Leopold Heimberger, Wilhelm Seitzberger, Alois Dippelreither, Johann Fössl sen. Ernst Geißler, Kurt Dobrowa Alfred Mandl, Karl Harucksteiner, Kom.Rat Dr. Max Hundt, Ilse Hundt. Am 04.05. 1978 wurde eine Vereinbarung mit SV-Sportklub Sektion Radfahren, vertreten durch Herrn Edgar Biber getroffen, die Badehütte zu benützen um sie nicht den Verfall preiszugeben. Es wurden Sanierungsarbeiten zu Lasten der Sektion Radfahren durchgeführt. Dieser Vertrag wurde im beiderseitigen Einvernehmen am 31.3. 1981 wieder gelöst. Am 16. 05. 1978 kam ein Brief von Dr. Herbert Stepan an den Obmann Ernst Zettel aus Wien, der lautete: Die Wiener Tageszeitung „ Kurier „ hat in der Ausgabe vom 9. Juni 1977 Bilder vom Grieshaus in Göstling gebracht unter dem Titel „ SCHANDFLECK VON GÖSTLING „,auch auf ein anderes bäuerliche Baudenkmal , den Bauernkasten beim Bauernhaus Schmiedlehen, auch die Sgrafitti am Brauhaus wären zu renovieren. Glassammlung wurde zur Dauereinrichtung, Eisensammelplatz wurde beim Bahnhof eingerichtet und Dobrowa Kurt stellte das alte Beilnerhaus als Papierlagerstätte zur Verfügung. 06.11.1980 bei einer Vorstandssitzung gab es großes Lob und Dank an die Feuerwehr Göstling und auch Bergrettung, die die Wege markiert und ausgebesserte haben. Feuerwehr hat kostenlos alle Autowracks, Eisenschrott und anderes Gerümpel zu den zuständigen Lagerstätten gebracht. Der Alpenvereinsobmann Fritz Hayder stellt einen Antrag, die Badehütte zu den gleichen Bedingungen, d.h., kein Mietzins jedoch Erhaltung der Hütte, zu pachten und die Hütte als eine Art Jugendheim bzw. Versammlungsraum seiner Sektion zu verwenden. Es kam zu einem Pachtvertrag zwischen Verschönerungsverein und Alpenverein Sektion Waidhofen/Ybbs 13.05.1982, dieser wurde dann am 31.12.1982 durch Kündigung wieder gelöst. Der Verschönerungsverein Göstling/Ybbs erklärt sich bereit, die Badehütte Herrn Hayder und seiner neuen Ortsgruppe wieder zu verpachten. Am 23.06.1983 bekam Herr Hayder die Baubewilligung für die Sanierung und Ausbau der ehemaligen Badehütte. Die Gebühren dafür betrugen 1.640.—S Die Pachtdauer beträgt 30 Jahre. Am 16.11.1980 wurde bei einer Generalversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Obmann: Vzgm. Zettl Ernst, Stellvertr. Otto Schneßl und Franz Putz, Schriftführer: Daurer Erich, Kassier: Anton Wachsenegger, weitere Mitglieder : Bgm Peter Heigl, Alfred Senoner, Wilhelm Schörgmayer, Ing. Viktor Gusel, Leopold Heimberger, Franz Lengauer, Karl Harucksteiner, Alfred Mandl, Anton Buder, Wilhelm Seitzberger, Kurt Dobrowa, Alois Dippelreither, Ernst Geißler, Johann Fössl, Hubert Blamauer und Fritz Hayder. Der Freiwilligen Feuerwehr wurden 10.000.—S auf Grund ihrer Verdienste um die Säuberung des Ortes etc. zugesprochen. Seit der letzten Generalversammlung sind drei verdiente Vorstandsmitglieder verstorben. Es sind Herr Alfred Senoner, Wilhelm Schörgmayer und Friedrich Apeldauer. Obmann Zettel berichtet, dass in der vergangenen Periode keine größeren Ausgaben getätigt wurden, da zu wenig Geld vorhanden war. Bei der Generalversammlung am 22.9.1985 wurde folgender Vorstand gewählt. Obmann: Vzbm. Ernst Zettel, Stellvertr.: Reinhard Klapf, Schriftführer: Erich Daurer Kassier Anton Wachsenegger, Vorstandsmitglieder Ing. Victor Gusel, Kurt Dobrowa, Alois Dippelreither, Ernst Geißler, Johann Fössl, Hermann Hayder, Ing. Franz Alfons, Elfi Fahrnberger, Otto Schneßl und Franz Putz. Obmann Zettel berichtet, dass eine Festschrift verfasst wird zur 100Jahrfeier des Verschönerungsvereienes. Bäume am Mittelweg wurden gepflanzt, Wege gerichtet und markiert. Ein besonderer Dank gilt hier Herrn Putz, Herrn Fössl, Herrn Dippelreither sowie Herrn Schneßl. Obmann Zettl schlägt die Renovierung der letzten Esse im Steinbachtal vor. Der Kostenvoranschlag der Firma Gusel weist eine Summe von 118.000.—S auf. In der Vereinskasse sind zu der Zeit aber nur 45.940.00S.Es wird ein Ansuchen an das Denkmalamt gestellt. Das Bundesdenkmalamt teilt am 21. Jänner 1987 mit, dass die Hammerwerksruine „ Begründung: Das beschriebene Objekt ist Miteigentum von Herrn Stefan Hauß und Frau Liselotte Hauß, beide Ybbssteinbach Nr.17 „Vorderhammer“ im öffentlichen Interesse gelegen ist. Bei der gegenständlichen Hammerwerksruine im Steinbachtal in der Gemeinde Göstling, handelt es sich um die markanten Reste des ehemaligen Hammerwerkes „ Vorderhammer „. Der Hammerwerksbetrieb war seinerzeit ein so genannter „ Großzerrenhammer „ wobei sich das Wort „groß“ nicht auf die Art des Betriebes sondern auf eine Vereinigung von 13 Hammerwerksbesitzern in den Gemeinden Lunz, Göstling und Hollenstein bezog die das Recht zur Führung dieser Bezeichnung hatten. Als Zerrenhammer wurden solche Werke bezeichnet, die das von den Hütten kommende Roheisen zu Halbfabrikaten weiter verarbeiteten. Diese waren schmiedefähiges Eisen, meistens in Stangenform, das an die so genannte Kleineisenindustrie weiter gegeben wurde, die daraus gebrauchsfähige Eisenwaren wie Werkzeuge, Pfannen usw. erzeugte. Die Weiterverarbeitung des Roheisens erfolgte ursprünglich nahe den Eisenerzgewinnungsplätzen entweder in den Eisenhütten selbst (so genannte Deutschhämmer) oder aber in unmittelbar daneben gelegenen Hammerwerken. Als sich in der Mitte des 15. Jahrhunderts am steirischen Erzberg ein akuter Brennstoffmangel (Holzkohle) ergab wurde zur Schonung der Wälder die Verlegung der Hämmer von Innerberg (Eisenerz) in das Voralpengebiet zwischen Enns und Erlauf verfügt. Diese Region später als Eisenwurzen bezeichnet, erlebte dadurch einen ungeheuren Wirtschaftsaufschwung. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden hier bereits 53 große Welsch- und Deutschhämmer und 94 kleine Hämmer gezählt. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl Eisenverarbeitender Betriebe dann auf über 300. Der Betrieb „Vorderhammer“ stand um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz von Franz Xaver Scheibb, der 1829 die Erbin der seit 1665 nachweisbaren Großzerrenhammer-Gewerkenfamilie Humel in Stixenlehen geheiratet hatte. 1884 wurde der Hammerwerksbetrieb auf Sensenerzeugung umgestellt und 1886 endgültig stillgelegt, nachdem in den ebenfalls der Familie Scheibb gehörende Großzerrenhammer Göstling Strohmarkt 30, genannt „Hammer“, ein Sensenwerk gegründet worden war. Das nicht mehr Benötigte Gebäude verfielen allmählich, zuletzt wurden im Zuge von Straßenbau und Bachregulierung Teile abgebrochen. Dennoch stellen die erhaltenen Ruinen, vor allem die markante Esse, ein anschauliches Zeugnis vorindustrieller Tätigkeit in diesem Raum dar. Der industrielle Aufschwung des 19. Jahrhunderts brachte eine Verlagerung der Eisenindustrie an andere Standorte und Konzentration in wenige große Werke. Damit kam es zum Niedergang der Kleinindustrie bzw. der beschriebenen Hammerwerke im Gebiet der Niederösterreichischen Eisenwurzen, was auch einen wirtschaftlichen Niedergang für die ganze Region bedeutete. Am 10.04 1987 wurde bei einer Generalversammlung folgender Vorstand gewählt: Obmann: Vzbm. Ernst Zettel, Stellvertr. : Reinhard Klapf, Schriftführer: Daurer Erich, Kassier: Anton Wachsenegger, Vorstandsmitglieder Bgm. Viktor Gusel, Kurt Dobrowa, Alois Dippelreuther, Ernst Geißler, Hermann Hayder, Ing. Franz Alfons, Elfi Fahrnberger, Otto Schneßl, Fritz Hayder. Am 25.06.1994 kam es zu einer Vorstandssitzung Obmann Zettel stellt fest, dass seit der letzten Generalversammlung 7 Jahre vergangen sind. Die Aktivitäten des Vereines waren sehr gering und nur auf die Verschönerung des Parkes beschränkt. So wurden einige Bäume gefällt. Das Holz wurde teilweise verkauft bzw. hat einen Teil das Jahrhunderthochwasser vor 2 Jahren weggeschwemmt. In der Kassa waren jetzt 69.968.—S. Die Alpenvereinsortsgruppe stellt einen Antrag auf Kauf des Badehauses und bieten 10,000.—S Am 20.11.1994 Die Generalversammlung war nicht Beschlussfähig da weniger als ein Drittel der Mitglieder anwesend war. Am 20.01.1995 wurde bei der Generalversammlung folgender Vorstand gewählt. Obmann: Vzbm. Ernst Zettel, Stellvertr.: Reinhard Klapf, Schriftführer Erich Daurer, Stellvertr.: Ing. Franz Alfons, Kassier: Elfriede Fahrnberger, Stellvertr. Karl Fahrnberger Obmann Zettel bringt einen kurzen Bericht über die dürftige Vereinsarbeit in den letzten Jahren. Schriftführers Daurer Erich sagt zu, bis zur nächsten Generalversammlung die Statuten den heutigen Erfordernissen anzupassen und einen Entwurf auszuarbeiten. Herr Stixenberger wird im Rahmen einer Vorstandssitzung die Dorferneuerung und deren Leitbild vorstellen. Am 31.05.1996 wurde bei der Generalversammlung folgender Vorstand gewählt, Obfrau: Dr. Alexandra Wurmig, Stellvertr.: Fritz Hayder, Schriftführer: Erich Daurer, Stellvertr.:Reinhold Blamauer, Kassier: Elfriede Fahrnberger, Stellvertr.: Reinhard Klapf Beisitzer: Bgm. Viktor Gusel, Ernst Zettel, Karl Fahrnberger Herr Blamauer organisiert für 21. Juni ein Sonnwendfeuer, der Verschönerungsverein schenkt Bier, Wein und Grillwürstel, aus um die Vereinskasse wieder etwas aufzufüllen. Am 6.Juni 1996 wurde bei der Generalversammlung Herr Ernst Zettel wurde für seine 20jährige Tätigkeit als Obmann als Ehrenmitglied bestellt. Als Dank überreichte im Obfrau Swittalek ein Bild von der Malerin Elisabeth Traffelet mit einem Motiv der Triftanlage im Mendlingtal. Im abgelaufenen Vereinjahr konzentrierte sich die Vereinsarbeit vor allem auf die Sanierung des Dr. Stepanparkes. Der Spielplatz wurde instand gesetzt, eine Sanitärhütte gebaut, der Kiosk wurde aktiviert. Kreuzwegsanierung wurde in Angriff genommen. Für die Ortskerngestaltung gibt es eine schriftliche Förderungszusage vom Land Niederösterreich. Holzschlägerungsarbeiten am Kreuzweg sind abgeschlossen, dabei wurden zwei Kapellen beschädigt die jedoch von der Versicherung des Schlägerungsunternehmens ersetzt wurden. In der Bevölkerung wächst der Unmut über das schlechte Erscheinungsbild des Kalvarienberges Am 17.07.1998 wurde eine Generalversammlung abgehalten mit vorherigem Lokalaugenschein im Park. Obfrau Swittalek (Wurnig) berichtet über die Vereinsarbeit im abgelaufenen Vereinsjahr. Z.B. Sanierung und Gestaltung der gesamten Parkanlage. WC-Anlage wurde fertig gestellt, mit einem Kostenaufwand von 692.000S und 692 freiwillige Arbeitsstunden wurden dazu geleistet. Zwei Feste wurden wieder veranstaltet, Sonnwendfeuer und Adventfeier. Bei der letzten Vorstandssitzung Swittalek und Schriftführer Erich Daurer geben bekannt, dass sie für die nächste Periode nicht mehr zur Verfügung stehen werden.. Am 3.06.1999 wurde eine Generalversammlung abgehalten und folgender Vorstand gewählt, Obfrau: Mag. Ricki Klapf, Stellvertr. Rudolf Teufl, Schriftführer Reinhard Klapf, Stellvertr.: Ingrid Kraft, Kassier: Reinhold Blamauer, Stellvertr.: Michael Aujesky, Beisitzer Bgm. Ing. Viktor Gusel, Karl Fahrnberger, Pfarrer Josef Hahn. Malerarbeiten an den Kapellen werden an Fa. Biber übergeben. Gehsteig vom Lagerhaus zum Bahnhof wird in öffentliches Gut übergeben. Am 18. 10 2002 wurde bei der Generalversammlung folgender Vorstand gewählt, Obmann: Reinhold Blamauer, Stellvertr. Mag. Ricki Klapf, und Siegfried Wickl, Schriftführer: Strobl Elisabeth, Stellvertr. Reinhard Klapf, Kassier: Hans Leichtfried, Stellvertr.: Rudolf Teufl, Kassaprüfer: Prosini Fredl und Fahrnberger Fritz, Beiräte: Dr. Karwiese, Pfarrer Josef Hahn, Bgm. Ing. Victor Gusel und Fahrnberger Karl. Bei Kreuzwegsanierung wird in der Grablegungskapelle eine Wandmalerei entdeckt. Die Sanierungsmaßnahmen zogen sich über einige Jahre. Am 13.10. 2002 wurde eine feierliche Einweihung durch Pfarrer Josef Hahn vorgenommen, leider war sehr schlechtes Wetter. Bis auf weiteres…….. , |